Vermischtes

Die Stadt Aach/Hegau

Aach ist mit ca. 2300 Einwohnern die kleinste Stadt Baden-Württembergs. 1283 war ihr durch König Rudolf I. von Habsburg das Stadtrecht verliehen worden, das bis 1783 mehrfach bestätigt und erweitert wurde. Überregional bekannt ist das Städtchen durch die Aachquelle. Diese größte Quelle Deutschlands wird überwiegend aus dem Donauwasser gespeist, das in der Umgebung von Immendingen im Jurakalk versickert und hier 12 km weiter südlich wieder zu Tage tritt. Mit durchschnittlich 8,3 cbm/sec ist die Schüttung so ergiebig, dass bereits wenige Meter unterhalb der Quelle ein Hammerwerk betrieben werden konnte, der Bau ist heute allerdings nicht mehr vorhanden. Die verlässliche Wasserkraft, Hauptenergiequelle in der Frühzeit der Industrialisierung, führte zur Ansiedlung zahlreicher Betriebe entlang der (Radolfzeller) Aach, die bereits nach ca. 30 km in den Bodensee mündet. Für Aach besonders bedeutend war die Papiermacherdynastie Brielmeyer. Deren erste Fabrik wurde 1715 im benachbarten Ort Volkertshausen gegründet, 1750 wurde das Werk in Aach eingerichtet, das bis 1884 Bestand hatte. Papier aus der Brielmeyer Produktion wurde u.a. vom Verleger Johann Friedrich Cotta bezogen.